Montag, 10. Dezember 2012

Zum Träumen, Leben, Lieben...

...zum Dichten, Malen, Musizieren oder einfach nur mit dir zum Mondbetrachten?

 
 
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Sonntag, 9. Dezember 2012

Wie schön ist es im Urwaldland!

 
Familie Affe rennt zum Meer,
Frau Aff´ im Bikini hinterher.
Klein-Affi läuft noch ungeschickt,
weil es die Badehose zwickt.
 
 

Alle Rechte liegen bei der Autorin
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Samstag, 8. Dezember 2012

Kein Bus nach Manzanillo

 

Eilig verkriecht sich das Tageslicht; Der Tag geht wegen des hereinbrechenden Unwetters noch schneller als sonst zur Neige. Trotz unserer Regenumhänge sind wir nass bis auf die Haut. Wir lösen die Fahrräder aus und machen uns auf den Weg zur Busstation. Es ist knapp vor sechs Uhr abends. Fest verschlossen steht sie da, einer unbezwingbaren Burg nicht unähnlich. Weit und breit keine Reisewilligen, welche normalerweise von der Ankunft und Abfahrt eines Busses künden.

Des Wartens mürbe wird im nahen Hotel mit unwetterbedingt reich besuchter Bar nachgefragt. Dort lächelt man uns müde an: Heute kein Bus mehr nach Manzanillo, der fährt immer nur vormittags und abends wieder zurück.
Fröstelnd, triefend, hungrig und etwas verzagt nehmen wir diese Auskunft, nicht gerade gelassen, entgegen. Trennen uns doch von unserer Hütte mit der gemütlichen Hängematte etwa zwei Stunden Fahrzeit, bei guten Weg- und Sichtverhältnissen. In den Straßen steht das Wasser. Der Verkehr ruht, die Straßenbeleuchtung ist ausgefallen. Die Regengüsse sind versiegt und langsam sammeln sich Menschen vor den Häusern, um das Vorhergegangene aufgeregt zu kommentieren.

So schwingen wir uns letztendlich wieder auf unsere Fahrräder und quälen diese auf der morastigen Straße Richtung Süden. Dort und da leuchten aus den Häusern Gaslichter, was unsere Fahrt durch die stockdunkle Nacht etwas erleichtert. Die Augen gewöhnen sich langsam an die Höllenfinsternis. Mond und Sterne verstecken sich hinter dicken, schwarzen Wolken, nur fallweise haben riesige Glühwürmchen mit uns Erbarmen.

Schlaglöcher und Steine müssen umfahren werden, und auch der Straßenrand sollte rechtzeitig erkannt werden. Am Weg vor uns queren einige Brücken ohne Absicherung tiefe Bachläufe, deren dunkle, schlammige Wassermassen sich zum Meere drängen.

Zum Glück steht nur noch an einer einzigen, buckligen Straßenstelle das Wasser knietief. Jetzt oder nie, denke ich klopfenden Herzens, springe vom Fahrrad und hetze ans andere Ufer. Frisch abgelagerter Schotter behindert zusätzlich unser Fahren, das einem Querfeldein-Rennen gleicht.

Die ersten Sterne blitzen wieder vom Himmel, langsam kommen wir voran. Der Tropenwald umfängt uns erneut. Entlang der Straße nehmen wir Tümpel wahr, deren Oberflächen jetzt silbern glänzen. Von einem überhängendem Ast stürzt etwas mit Getöse ins Wasser, wahrscheinlich ein Leguan. Ich erschauere. In der Ferne kreischt aufgeregt ein Vogel. Mir ist jetzt nicht nach Naturgenuss zumute, ich will schnellstens ein schützendes Dach über dem Kopf.

Aufgeregt strampeln wir, spüren wir doch schon die Sandpiste unter unseren Rädern, welche die Nähe zu Manzanillo ankündigt.
 
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 (Alle Rechte liegen bei der Autorin) 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Krampus? Belzebub? Knecht Ruprecht?

Sollte es hier welche geben, wir haben vorgesorgt. Vor unserer Türe wachen die alten Geister:
 
 
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Montag, 3. Dezember 2012

Kokosbusserl auf costaricanisch


Ich gebe zu, ich bin frustriert, wenn mir ein Gebäck nicht gelingt.

Ich gebe aber auch zu, dass ich mich riesig freue, wenn es prächtig geworden ist.  So wie hier und heute:

Erster Adventsonntag: Da schreitet frau in die Küche und bäckt -  Kokosbusserl.

Was aber tun, wenn kein Backrohr vorhanden ist, kein Stabmixer und auch keine Zutatenwaage? Frau experimentiert.

Schlägt 2 Eiklar (auf norddeutsch: Eiweiß, oder ist´s umgekehrt?) in die Salatschüssel und rührt, unter Einbeziehung der Muskelkraft des Angetrauten, kräftig mit einem ausgeliehenem Schneebesen bis zur „Kippreife“. Staubzucker (norddeutsch: Puderzucker, da bin ich mir jetzt ganz sicher) dazu und ungefähr gleiche Menge Kokosraspel. Ein paar Tropfen Zitrone können nie schaden.

Sieht prächtig aus, wenn auch ein wenig breiig.

Teflonpfanne erhitzen und kleine Tüpfchen Brei aufsetzen. Hitze? Keine Ahnung! Ich versuch´s mit wenig.

Langsam bräunt der Rand, man riecht ´s bald. Jetzt aber schnell mit einem breiten und  scharfen Messer die Plätzchen vom Boden lösen. In Ermangelung von Oberhitze ist die weiße, ehemals getürmte Pracht eher mit der Polarschmelze zu vergleichen. Die Rettung heißt, umdrehen und weiter bruzzeln lassen.

Es duftet vorweihnachtlich, wenn auch das Ergebnis eher nach einem breiten, saftigen Schmatz, denn nach einem Bussi aussieht.

Die erste Kerze am Adventgestell (zuhause: „-kranz“) ist entzündet, die Kokosschmätzchen lächeln etwas sonnengebräunt vom Teller – sie schmecken himmlisch zum Kaffee!
 
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Sonntag, 2. Dezember 2012

Sturm über Palmen

Dramatische Wolken vor dem Sturm, ...
 
 
 
 
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Cahuita ist anders


Bunt liegt es vor uns, das Städtchen am Meer; begrüßt uns gleich mit einem noch bunteren Plakat an der estation de autobuses.
Das Grau früherer Jahre gänzlich verschwunden, zeigt sich der Ort neu eingekleidet. Farbenfrohe Lokale laden zur Einkehr ein, das italienische Restaurant mit den abendlichen Filmvorführungen hat weiße Tischdecken angelegt.

Nur: Wohin ist mein Lieblingsbild verschwunden? Jenes, das ich immer sofort gesucht hatte, wenn ich angekommen war. 
„Küssen verboten“, mit etwas ungelenker Hand an die Wand gemalt, ist nicht mehr da. Darf man jetzt? Olivgrüne Tunke hat die Buntheit abgelöst.

Cahuita ist anders. Landesweit gilt striktes Rauchverbot, möglicherweise darf man noch ganz geheim am eigenen, stillen Örtchen, doch selbst Lokale wie schummrige Bars, versteckte Busstationen und Strandcafes drängen ihre qualmenden Gäste zum Verlassen der Lokalität.

Nochmals: Cahuita ist anders. Mag es daran liegen, dass eine starke italienische Kommune im Ort zugegen ist? Unseren südlichen Nachbarn sagt man ja ein nicht unbeträchtliches laissez-faire in amtlichen Dingen nach.

Wir kehren, verschwitzt und müde vom langen Wandern, einige Male auf eine Serveza ein, das Imperial lockt. Neben Serviettenständer, Ketchuptiegel und Speisekarte thront, im Sonnenlicht glänzend, stets der gläserne Aschenbecher. Siegessicher steht er da, weidet sich in meiner Verwunderung: „Na, was sagst, ich trau mich was!“

Ich bin platt, zücke meine Kamera und banne darauf das Corpus delicti. Es grinst immer noch so unverschämt. 
 
Nachsatz:  Unangemessene Fotos veröffentliche ich nicht, ich bin kein Paparazzo. Ihr könnt mir bieten, soviel ihr wollt, ich bin nicht käuflich!
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Alle Rechte liegen bei der Autorin